Das Führungszeugnis:

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Allgemeine Informationen:

Das Führungszeugnis ist im Grunde genommen nichts anderes als eine sogenannte behördliche Bescheinigung. Darin befinden sich, wenn vorhanden, alle bislang registrierten Vorstrafen einer Person. Umgangssprachlich ist das Dokument auch unter den Begriffen polizeiliches Führungszeugnis, Unbescholtenheitszeugnis, Strafregisterbescheinigung, Leumundszeugnis oder Strafregisterauszug bekannt. Ein Führungszeugnis gibt einem immer volle Auskunft über mögliche Verurteilungen einer Person, die dann auch im Strafregister eingetragenen wurden. Neben dem Führungszeugnis gibt es auch noch den sogenannten Registerauszug. In diesem werden ausschließlich nur die Urteile wegen eines Vergehen oder eines Verbrechens gegen eine andere Person eingetragen.

Wissenswertes das einfache, private Führungszeungis und das Bundeszentralregister:

Die jeweiligen persönlichen Vorstrafen werden heutzutage im Bundesamt für Justiz in einem speziell dafür vorgesehenen Bundeszentralregister, kurz BZR, geführt. Die Daten dürfen dort aber nicht dauerhaft gespeichert werden. In diesem Register werden alle gesetzlich rechtskräftigen Entscheidungen der Strafgerichte vermerkt. Darin befinden sich ebenso aber auch Vermerke über eine etwaige Schuldunfähigkeit der betreffenden Person oder andere wichtige Entscheidungen die von Gerichten oder von Verwaltungsbehörden getroffen wurden. Darin erfasst sind aber auch alle strafrechtlichen Verurteilungen aus dem Ausland, aber dies natürlich erst nach einer sogenannten rechtsvergleichenden Begutachtung. Dies gilt sowohl für Deutsche, als auch für ausländische Personen, die aber in Deutschland ihren festen Wohnsitz haben. Schlussendlich können auch diverse Suchvermerke im Register erfasst werden. Die genaue Maßgabe für den individuellen Inhalt eines jeden Führungszeugnisses wird immer durch einen bestimmten Paragraph des Bundeszentralregistergesetzes, kurz BZRG, festgelegt.

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Ebenfalls gut zu wissen:

Das BZR, also das Bundeszentralregister, wird mittlerweile schon seit langer Zeit, nur noch als Datenbank auf den Computern geführt. Auch das sogenannte Erziehungsregister ist ein sehr wichtiger Bestandteil des Bundeszentralregisters. Heutzutage wurde ein gestaffeltes System an Fristen errichtet und zwar aus Gründen der Resozialisierung. Sobald eine solche Frist abgelaufen ist, können selbst gespeicherte Verurteilungen zunächst nicht mehr so einfach auf ein Führungszeugnis gelangen und werden dann sogar ganz gelöscht.